Nachgelegt: Offener Brief an die mexikanischen Behörden

März 4, 2010

Appell der deutschen Delegation von Bäuerinnen, Bauern und VerbraucherInnen an die mexikanische Regierung:

Halten Sie Mexiko gentechnikfrei!

Unterstützt durch:
Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe
Aktionsbündnis Gentechnikfreie Region Ostalb
Gentechnikfreie Region Main-Tauber
Aktionsbündnis Gentechnik-freie Landwirtschaft in Baden-Württemberg

CIBIOGEM
Kommission für biologische Sicherheit und Gentechnik
Senora Sol Ortiz
Mexico-City

Sehr geehrte Frau Sol Ortiz,

wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bedanken, dass Sie uns am 12.02.2010 die Gelegenheit gegeben haben, mit Ihnen über unsere Erfahrungen mit der Agro-Gentechnik und speziell bezüglich des Genmais-Anbaus zu sprechen und Einschätzungen hierzu auszutauschen.

Auf unserer Reise durch die Sierra Juárez im Bundesstaat Oaxaca hatten wir Gelegenheit, die indigenen Kleinbauern und -bäuerinnen als HüterInnen einer großen Anzahl von alten Maissorten kennen zu lernen, die traditionell, ressourcen- und umweltschonend in der Milpa angebaut werden. Das hat die TeilnehmerInnen unserer Reise – zum großen Teil selbst Bauern und Bäuerinnen – tief beeindruckt.

Uns ist klar geworden, dass nicht nur in der Sierra Juárez, sondern in ganz Mexiko die Vielfalt der Maissorten sowie auch der Ursprung des Maises selbst – die Teosinte – durch eine Vielzahl von Kontaminationsquellen mit gentechnisch verändertem Mais bedroht ist. Die genetische Vielfalt der Wildformen und der Kultursorten des Mais kann in ihrem vollen Umfang nur „in situ“ und nicht in Genbanken und Labors erhalten werden. Diese Vielfalt des Mais ist die Ernährungs- und Lebensgrundlage der mexikanischen Kleinbauern und -bäuerinnen, sie trägt hauptsächlich zum Überleben der Familien bei und bestimmt auch ihre Identität. Den Rest des Beitrags lesen »

Sternenmädchen ein Märchen von Dirk Appel

Februar 21, 2010

Auf vielfachen Wunsch setze ich hier die kurze Geschichte, die ich in Lachixila erzählte als Textversion in den Blog. Den Rest des Beitrags lesen »

13.02.10 Besuch der Pyramiden in Teotihucan

Februar 17, 2010

Einen Tag vor der Abreise stand noch einmal Kultur auf dem Programm: der Besuch der „Pyramiden-Stadt“ in Teotihucan. Am Abend nutzte ein Teil der Gruppe das schöne Wetter noch für den Besuch der Aussichtsplattform des Latin American Tower, um noch einmal einen Panoramaausblick auf die unbeschreiblichen Dimensionen von Mexiko-Stadt zu erhalten. Am Ende dieses Artikel finden sich die Bilder. Den Rest des Beitrags lesen »

Ende der Reise -Anfang der Partnerschaft

Februar 16, 2010

Liebe Leserinnen und Leser,
unsere Reise nach Mexiko ist zu Ende. Hiermit möchten ich mich einmal für Ihr Interesse an unserem Blog über die agrarpolitische Reise in „die Wiege des Mais“ bedanken. Wir sind alle wieder zurück in unserem Alltag. Mit Ausnahmen einiger kleinerer Verletzungen sind alle ReisegruppenteilnehmerInnen gesund wieder in Frankfurt angekommen. Somit ist die aktuelle Reiseberichterstattung abgeschloßen, doch viele Eindrücke und Erinnerungen müssen noch aufgearbeitet werden. So sind auch viele Ideen wie eine gemeinsame Kaffeevermarktung, Austauschprogramme, Wissenstransfer und vieles mehr entstanden. Die Partnerschaft der Sierra Juarez und der Region Hohenlohe ist erst in den Kinderschuhen, sie hat eigentlich jetzt erst richtig angefangen.
Es gibt als noch einiges über unsere Reise zu erfahren.Wir würden uns freuen, wenn Sie die nächsten Tage weiter unseren Blog verfolgen würden.
http://www.gentechnikfreies-hohenlohe.de
Liebe Grüße
Jochen Fritz

… und die Frauen?

Februar 14, 2010

„Der Mann mit seinen besonderen Eigenschaften Mut und Stärke soll und wird der Frau Schutz, Nahrung und Führung gewähren und die Frau, deren positive Attribute Selbstverleugnung, Schönheit, Mitgefühl, Scharfblick und Zärtlichkeit sind, soll und wird ihrem Manne Gehorsam, Lust, Beistand, Bestätigung und Rat sein bzw. schenken und ihn immer mit der Ehrfurcht behandeln, die ihm gebührt.“

Diese Rollenzuweisung wird bei einer standesamtlichen Heirat verlesen, sofern nicht  ausdrücklich gewünscht wird, dass darauf verzichtet werden soll.

Bis 2007 konnte in Oaxaca ein Ehemann, der seine Frau wegen „Untreue“ ermordet hatte, auch mit Straffreiheit rechnen – falls es überhaupt zu einer Strafverfolgung kam.

Das sind Auszüge des rechtlichen Rahmens, den der mexikanische Staat „vorgibt“. Den Rest des Beitrags lesen »

12.02. Bilder von Treffen in Mexico-Stadt

Februar 14, 2010

Bilder vom Treffen auf dem Ministerium, an der Universität und mit Mitgliedern des Netzwerkes zur Verteidigung des Maises. Den Rest des Beitrags lesen »

11.02. Bilder von Laxichila und Arroyo Macho

Februar 14, 2010

Bilder aus Laxichila, Rückreise, Besichtigung des Stein des Jaguars und Felder in Arroyo Macho. Den Rest des Beitrags lesen »

Rallye Talea –Lachixila

Februar 13, 2010

Letzte Etappe - 15 km Erdstraße im strömenden Regen

Guten Morgen! Heute schreibt Jochen Fritz, seinesgleichen Delegations- und Reiseleitung (zumindest auf dem Papier), für euch.

Vor dem gestrigen Tage hatte mich Wolfgang Seiss von „Entre Campos“, der mit mir und Aldo Gonzales die Reise organisiert hat, am meisten gewarnt. Den Rest des Beitrags lesen »

Bilder aus Asunción Lachixila

Februar 13, 2010

Hier schon mal ein paar Bilder aus Lachixila, einem Ort ohne Anschluss an die Stromversorgung. Wir wurden dort als Gäste fürstlich empfangen. Den Rest des Beitrags lesen »

Landflucht oder Landvertreibung?

Februar 12, 2010

Begegnungen und Gespräche mit den Menschen in den ländlichen Regionen Mexikos zwingen den westlichen Besucher dazu, neu nachzudenken. In Deutschland wird auf der einen Seite viel über Landflucht gesprochen und, dass die Menschen den höheren Lebensstandard in den Städten suchen. Auf der anderen Seite werden die ländliche Idylle, die bezaubernde Natur und das einfache Leben zum paradiesischen Ideal erhoben. Das wird präsentiert als krasser  Gegensatz zum „egoistisch-kapitalistischen Wirtschaftssystem“ der gestressten westlichen Welt.

Alle Bauern hier haben Verwandte, die emigriert sind. Doch sie sprechen nicht von Landflucht. Sie lieben ihr Land, ihre Heimat, ihre Felder, die Natur, das Erbe ihrer Vorväter und sind stolz auf das, was diese geleistet haben. Ihr Herz blutet, wenn sie das verlassen müssen, was sie ererbt haben. Es ist aber auch kein Paradies, sondern tägliche harte Arbeit die das Überleben sichert. Über die Generationen haben sie viel Wissen darüber erworben, wie sie überleben Den Rest des Beitrags lesen »


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